Welche Heizanlagen gibt es? – Ein Überblick

Im Folgenden werden die gängisten Heizanlagen vorgestellt. Schaffen Sie sich einen Überblick über die verschiedenen Optionen.

Pelletheizung

Die Pelletheizung ist eine moderne Art der Wärmeenergieerzeugung, bei der Holzpellets als Brennstoff verwendet werden. Pellets sind kleine, gleichmäßig geformte Holzstücke, die in einem speziellen Pelletofen oder -kessel verbrannt werden. Die Heizenergie, die bei der Verbrennung entsteht, wird dann über ein Heizsystem in das zu heizende Gebäude geleitet.

Die Pelletheizung ist eine umweltfreundliche und effiziente Art der Wärmeenergieerzeugung. Zum einen sind Pellets ein nachwachsender Brennstoff, der aus restlichen Holzprodukten hergestellt wird.

Wärmepumpe

Wärmepumpen sind Heizungsanlagen, die auf dem Prinzip der Kühlung funktionieren. Sie nehmen Wärmeenergie aus dem Wasser, der Luft oder dem Erdreich und komprimieren sie mit Hilfe von Strom. Durch die Kompression wird das Kältemittel auf eine höhere Temperatur gebracht. Die Wärme gelangt vor dem Abkühlen des Kältemittels in die Heizung und damit in das Hausinnere.
Wärmepumpen sind eine effiziente Heizungsalternative für Privat- und Gewerbeimmobilien.
Wärmepumpen gibt es in verschiedenen Ausführungen und Sie können die Effizienz einer Wärmepumpe anhand der sogenannten Jahresarbeitszahl (JAZ) beurteilen. Je höher diese ist, desto weniger Strom wird benötigt. Eine JAZ von 4 ist optimal. Ideal ist eine JAZ von 4. Im Vergleich in puncto Effizienz schneiden Grundwasserwärmepumpen (Wasser-Wasser-Wärmepumpen) und Erdwärmepumpen ein wenig besser ab als Luft-Luft/Wasser-Wärmepumpen.

Solarthermie

Die Solarthermie bezeichnet die direkte Nutzung der Sonnenenergie zur Wärmeerzeugung. Die Grundlagen der Solarthermie sind sehr alt, die ersten Anwendungen wurden bereits in den 1970er Jahren erfunden. Seitdem hat sich die Technik jedoch weiterentwickelt und die Anlagen wurden immer effizienter. Moderne Solarthermieanlagen können sowohl zur Trinkwassererwärmung als auch zur Heizung genutzt werden und stellen somit eine umweltfreundliche und kostengünstige Alternative zu herkömmlichen Heizungssystemen dar.
Das grundlegende Verfahren der Solarthermie ist nicht kompliziert. Solarstrahlung wird durch ein Glasfenster auf einen Solarabsorber gebündelt, der die Sonnenenergie in Wärmeenergie umwandelt. Die Wärme wird entweder direkt zur Beheizung von Gebäuden genutzt oder in einem Wärmespeicher gespeichert und dann zur Erzeugung von Strom oder zum Antrieb von thermischen Prozessen verwendet. Bei Bedarf wird die Wärme dann an das Trägersystem (Heizungsanlage oder Warmwasserbereiter) geführt und genutzt. Die thermische Solaranlage ist die effektivste Art, um die Energie der Sonne für die Gebäudewärme zu nutzen.

Fernwärme

Fernwärme ist eine gute Möglichkeit, um Ihr Zuhause oder Ihr Geschäft mit thermischer Energie zu versorgen. Die Energie wird über isolierte, erdverlegte Rohrleitungen geliefert und ist in der Regel nur in Ballungsgebieten verfügbar. Fernwärme ist eine gute Möglichkeit, um CO2 zu sparen. Die Anbindung von vorhandenen Anlagen an die Fernwärmestation erfolgt üblicherweise ohne Probleme. Mit dieser Heizungsart betriebene Anlagen können durch eine gute CO2-Bilanz punkten. Zudem muss man sich keine Gedanken um die Lagerkapazität und die Beschaffung von Brennstoffen machen. Allerdings gibt es aufgrund der langen Transportwege einen teilweisen Verlust der produzierten Wärme.

Gas- und Ölheizung

In Deutschland ist die Gasheizung mit Abstand die verbreitetste Heizanlageart. Durch die damit einhergehende moderne Technik sind Gasheizungen sehr effizient, platzsparend und können mit verschiedenen Gasen betrieben werden. Brennwertheizungen sind eine besonders effiziente Art von Gasheizung und können mit Bio-, Flüssig- oder Erdgas betrieben werden.
Die Betriebskosen für eine Heizungsanlage dieser Art liegen jedoch angesichts steigender Gaspreise über denen einer Heizungsanlage auf Basis von erneuerbaren Energien. Auch wenn Ölheizungen im Vergleich zur Gasheizung nicht auf eine Infrastruktur (Gasleitungen, Gasanschluss) angewiesen sind, gelten dir erhöhten Betriebskosten auch hier. Dies gilt im Übrigen auch für Ölheizungen, die im Gegensatz zur Gasheizung auch keine Infrastruktur (Gasleitungen, Gasanschluss) benötigen.
Ölheizungen sind eine gängige Wahl für diejenigen, die eine zuverlässige Wärmequelle für ihr Zuhause suchen. Allerdings sind sie auch sehr platzintensiv und können zu hohen Emissionen führen.

Stromerzeugende Heizanlage

Die stromerzeugende Heizung unterscheidet sich in ihrer Funktion von den bisher vorgestellten Heizanlagen. Wie die Bezeichnung bereits verrät, erzeugt diese Art nicht nur Wärme, sondern zudem auch Strom für das entsprechende Gebäude. Dies wird unter anderem durch Blockheizkraftwerke oder Brennstoffzellen ermöglicht.
Blockheizkraftwerke (BHKW) sind kleine Kraftwerke, die aus einem Verbrennungsmotor, einem Generator und einem Wärmetauscher bestehen. Sie verbrennen fossile oder erneuerbare Brennstoffe wie Gas, Öl, Biomasse oder Abfall und erzeugen dabei Strom und Wärme. Brennstoffzellen sind elektrochemische Geräte, die aus einer Anode und einer Kathode sowie einer Elektrolysezelle bestehen. Sie wandeln chemische Energie in elektrische Energie um.
Blockheizkraftwerke sind eine effiziente Art, um Strom zu erzeugen und zu nutzen. Durch die Kombination von Stromerzeugung und Wärmeerzeugung in einem Gerät können sie Energie effizienter nutzen und Emissionen reduzieren. Allerdings sind die Anschaffungskosten für ein Blockheizkraftwerk relativ hoch, weshalb sie sich nur lohnen, wenn sie regelmäßig und über einen längeren Zeitraum eingesetzt werden.
Die Nachfrage nach Blockheizkraftwerken (BHKW) ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Der Grund dafür ist einfach: BHKWs sind effiziente und umweltfreundliche Kraftwerke, die Strom und Wärme gleichzeitig erzeugen. Durch die Kombination von Strom und Wärme lassen sich hohe Einsparungen erzielen.
Allerdings ist ein BHKW nur dann sinnvoll, wenn es viele Betriebsstunden im Jahr gibt. Nur so können die hohen Investitionskosten für das Kraftwerk amortisiert werden. Zudem ist ein hoher Wärmebedarf erforderlich, damit sich die Anlage wirtschaftlich rechnet. Geeignete Gebäude sind zum Beispiel unsanierte Altbauten, Mehrfamilienhäuser oder Gebäude mit innenliegenden Schwimmbädern.
Brennstoffzellen sind eine saubere und effiziente Art der Energieerzeugung. Sie basieren auf einer elektrochemischen Reaktion zwischen Wasserstoff und Sauerstoff, bei der Wasser, Strom und Wärme entstehen. Die Brennstoffzelle Heizung erzeugt im Verhältnis zur abgegebenen Wärme mehr Strom und ist daher auch in modernen Einfamilienhäusern eine lohnenswerte Investition.