Aktuelle Förderungen im Mini-BHKW-Bereich bis 50 kWel Leistung

Es gibt verschiedene Förderungen, deren erfolgreiche Erlangung vor allem von der rechtzeitigen Beantragung abhängen.

So kann für BHKW bis 20 kWel ein einmaliger Zuschuss beantragt werden, der VOR dem Kauf bei dem BAFA beantragt werden muss. Die Zuschusshöhe richtet sich dann nach der elektrischen Leistung des BHKW´s, zusätzlich gibt es noch Boni für erreichte Wärme- und Stromeffizienzwerte. Dieser einmalige Zuschuss kann dann bis zu mehreren Tausend Euro betragen.

Die weiteren Förderungen sind sogenannte Betriebsförderungen. Ausschlaggebend für die Förderungen im Mini-BHKW-Bereich ist das KraftWärmeKopplungsGesetz 2016 (KWKG 2016).

Hier gibt es Förderungen für den vom BHKW erzeugten und selber verbrauchten Strom in Höhe von 4 ct/kWh. Für den überschüssigen, ins vorgelagerte Netz eingespeisten, Strom gibt es 8 ct/kWh und einen quartalsweise angepassten Zuschlag von ca. 3 ct/kWh. Diese Förderungen sollten automatisch auf der Abrechnung ihres Energieversorgers auftauchen.

Nach § 53a EnergieStG kann für den vom BHKW verbrauchten Energieträger (Erdgas, Flüssiggas, Heizöl) die Rückzahlung der darin enthaltenen Energiesteuer (früher Mineralölsteuer) auf Antrag beim zuständigen Hauptzollamt beantragt werden. Dieser Antrag kann nur jeweils bis zum Jahresende für das vergangene Jahr gestellt werden, also für das Jahr 2017 bis zum 31.12.2018.

Letzten Endes gibt es aber nicht nur die sehr positiv zu bewertenden Förderungen aus den verschiedenen Fördertöpfen. Für den vom BHKW erzeugten und selber verbrauchten Strom ist die EEG-Umlage abzuführen. Diese EEG-Umlage zahlen wir jedoch alle auch bei dem „normal“ gekauften Strom. Wenn es sich bei der juristischen Person, die das BHKW betreibt und die den Strom nutzt, um dieselbe handelt (häufig in Hotels, Autohäusern, usw) wird diese Umlage auf 40% reduziert. *)

In Contractingmodellen, also immer wenn der Strom verkauft wird, bleibt es bei der vollen EEG-Umlage.

*) Aktuell ist die beihilferechtliche Regelung der reduzierten EEG-Umlage offenbar rechtlich völlig unklar. Aus der beihilferechtlichen Genehmigung von 2014 ist der Ablauf der Reduzierung der EEG mit dem Ende 2017 festgelegt. Hier hätte seitens des zuständigen Ministeriums rechtzeitig noch in 2017 nachverhandelt werden müssen. Andererseits gelten weiterhin bestehende Gesetzestexte (EEG §61 ff), die die 40%-ige Reduzierung regeln und die nicht geändert sind.

Da die vorgenannten Berechnungen doch recht umfangreich sind, erstellen wir für sie gerne eine Berechnung für ihr spezielles Objekt. Sie finden hier unseren Fragebogen, den sie uns ausgefüllt zusenden können.